Ein Bauträger mit acht Leuten hat dieselben Pflichten wie einer mit achtzig: Er muss Mängel anzeigen, Fristen setzen, Abnahmen protokollieren und vier Jahre später belegen können, wie es bei der Übergabe aussah. Was er nicht hat, ist jemanden, der die Software betreut.
Der Tag, um den es geht
Der Bauleiter ist morgens auf der Baustelle in Kirn, mittags im Büro und nachmittags bei der Abnahme in Bad Sobernheim. Dazwischen sieht er dreißig Dinge, von denen acht wichtig sind. Was davon abends noch existiert, entscheidet darüber, ob der Nachunternehmer nachbessert oder ob es der Betrieb selbst zahlt.
Das ist der Maßstab, an dem sich jedes Werkzeug messen muss: Was überlebt den Weg von der Baustelle zum Schreibtisch?
Die drei Stellen, an denen im Bauträgerbetrieb Geld verloren geht
Der Mangel, der nicht angezeigt wurde. Solange das Gewerk auf der Baustelle ist, kostet die Nacharbeit eine Stunde. Zwei Monate später kostet sie einen Tag plus Anfahrt, und der Nachunternehmer streitet, ob er es überhaupt war.
Die Frist, die niemand nachgehalten hat. Eine Frist ohne Erinnerung ist ein Datum in einer Datei. Wer morgens nicht sieht, was heute abläuft, sieht es gar nicht.
Das Foto, das keiner mehr findet. Vier Jahre nach der Abnahme kommt die Frage nach dem Riss. Vierhundert Bilder in der Telefongalerie sind dasselbe wie keine.
Was ein Bauträger braucht, und was nicht
| Braucht er | Braucht er nicht |
|---|---|
| Mängel mit Foto, Ort, Gewerk, Firma, Frist | BIM-Modelle |
| Markierung direkt im Foto | Ressourcenglättung im Terminplan |
| Mangelanzeige als PDF, je Firma getrennt | Nachtragsworkflow mit Freigabestufen |
| Grundriss mit Nadeln | Planprüfläufe mit Versionsvergleich |
| Angebote nach Gewerk nebeneinander | Schnittstelle zur Warenwirtschaft |
| Zugriff für drei bis acht Leute mit Rollen | Rechtematrix mit vierzehn Stufen |
Die rechte Spalte ist nicht schlecht. Sie ist für einen Betrieb gebaut, der jemanden dafür abstellt.
Wie BauTaktik das löst
Acht Bereiche, und es werden keine neun. Übersicht, Aufnehmen, Mängel & Fotos, Pläne, Angebote, Firmen & Team, Baustellen, Einstellungen. Wer einen hinzufügen will, nimmt vorher einen weg, eine Prüfung im Quelltext besteht darauf.
Ein Handgriff für alles, was auf der Baustelle entsteht. Foto aufnehmen, mit dem Finger einen Kreis darum, ein Satz dazu oder eine Sprachnachricht. Ob daraus ein Mangel, ein Vertriebsfoto oder eine Notiz wird, entscheidet ein Knopf, nicht ein anderer Bildschirm.
Die Anzeige je Firma. Du wählst den Empfänger, und das Schreiben enthält nur dessen Mängel, mit Frist und Fotos, als Geschäftsbrief mit deinem Absender. Die Gesamtliste bleibt bei dir.
Rollen, die der Server durchsetzt. Bauleitung, Büro, Geschäftsführung, Nachunternehmer, Vertrieb. Du lädst sie mit ihrer E-Mail-Adresse zur Baustelle ein. Der Trockenbauer sieht seine Mängel, nicht die Preise der Konkurrenz.
Ohne Netz weiterarbeiten. Im Rohbau gibt es kein LTE. Erfasst wird auf dem Gerät, abgeglichen wird, wenn wieder Netz da ist.
Was fehlt, ehrlich gesagt
- Kein Bauzeitenplan. Wer einen führt, führt ihn woanders.
- Kein BIM, keine Planversionen, keine Nachträge als eigener Vorgang.
- Kein Zusammenführen Feld für Feld: Bearbeiten zwei Leute denselben Mangel in derselben Minute, gewinnt der zuletzt gespeicherte Stand.
- Kein Passwort-vergessen, keine Einladungsmail, beides braucht Mailversand.
Anfangen
Kein Demo-Termin, kein Vertriebsgespräch. App öffnen, Baustelle anlegen, erstes Foto machen. Wenn es nach zwanzig Minuten nicht überzeugt, hast du zwanzig Minuten verloren und nicht sechs Wochen Einführung.
Für die Baustelle selbst gibt es die Android-App zum Herunterladen, dieselbe Anwendung, nur als Symbol auf dem Startbildschirm und mit Zugriff aufs Mikrofon.